16. September 2026 - Unser Invisia mit kombiniertem Druckregler der ersten und zweiten Stufe gibt es schon seit einiger Zeit. Mit der Veröffentlichung der neuen Norm hat sich dieser kombinierte Druckregler allerdings etwas verändert. Zum Beispiel hat er eine andere Farbe bekommen. Früher war er grün, jetzt ist er blau. Aber das ist nicht alles. Es handelt sich nicht mehr um den UPSO-OPSO, sondern einfach um den OPSO. Wir erläutern kurz die Unterschiede zwischen
erläutern.
Bei jeder neuen Propangasanlage für Wohngebäude, die aus einem Gastank gespeist wird, ist das Prinzip der doppelten Druckentlastung vorgeschrieben. Dabei wird der Gasdruck im Speichertank (Hochdruck) durch zwei verschiedene Druckentlastungsgruppen auf den Nennbetriebsdruck des/der Verbrauchsgeräte(s) reduziert.
Die erste Druckentlastungsgruppe, die Kombination aus erste Stufe (Druckregler) - Druckbegrenzer, sollte möglichst nahe am Ausgang des Betriebsventils des Lagertanks montiert werden. Es senkt den Druck des aus dem Speichertank austretenden Gases von 7 bis 16 bar (Hochdruck) auf 1,5 bar (Mitteldruck).
Unter normalen Umständen ist der Eingangsdruck des Druckbegrenzers, der als zusätzliche Sicherheitsvorrichtung hinter dem ersten Druckregler (auch als Pre-Timer bezeichnet) fungiert, gleich dem Ausgangsdruck des ersten Druckreglers.
Beim Ausfall des ersten Druckreglers entspricht der maximal zulässige Eingangsdruck des Druckbegrenzers mindestens dem maximalen Ausgangsdruck des Gastanks. Der Ausgangsdruck beträgt in diesem Fall 1,8 bar (das 1,2-fache des normalen Ausgangsdrucks des Vordruckreglers).
Die zweite Druckentlastungsgruppe besteht aus einem zweiten Druckregler, der hinter der Kombination Vordruckregler – Druckbegrenzer installiert wird. Der Eingangsdruck dieses zweiten Reglers hängt vom Ausgangsdruck des ersten Reglers und den Druckverlusten in der zwischenliegenden Leitung ab, er wird aber in einer Standard-Wohnungsinstallation nie mehr als 1,8 bar betragen. Der Ausgangsdruck dieses Reglers entspricht immer dem vom Hersteller angegebenen Nennbetriebsdruck des/der Verbrauchsgeräte(s).
Im Falle einer neuen Propangasanlage, die von einem Speichertank gespeist wird, ist ein gemeinsamer zweiter Druckregler zu verwenden, der außerhalb des Gebäudes in einem geeigneten Schutzschrank oder unter der Schutzabdeckung des Speichertanks anzubringen ist.
Mit der vierten Ausgabe der Norm NBN D51-006 (24. Juni 2026) wird der neue kombinierte Druckregler OPSO eingeführt. Dieses Gerät vereint beide Druckminderergruppen in einem einzigen Druckregler, der mit einer OPSO-Sicherung ausgestattet ist. Der kombinierte Druckregler entspricht der Norm NBN EN 16129 und besteht aus zwei Teilen.
Entsprechend der NBN D51-006 muss immer ein Sektionsventil vor dem zweiten Druckregler angebracht werden. Bei dieser Installationsart kann das Betriebsventil des Speichertanks jedoch als Sektionsventil dienen. Die Installation eines zusätzlichen Sektionsventils zwischen dem Betriebsventil des Speichertanks und dem kombinierten Druckregler ist darum nicht gesetzlich vorgeschrieben.
Es wird jedoch empfohlen, dass der nachgeschaltete kombinierte Druckregler immer mit einem Sektionsventil ausgestattet ist.
Da dieser kombinierte Druckregler den Ausgangsdruck des Speichertanks auf den Nennbetriebsdruck des/der Verbrauchsgeräte(s) reduziert, ist ein weiterer Hausanschlusskasten an der Fassade nicht mehr erforderlich und mit der Niederdruckleitung kann man direkt unterirdisch in das Gebäude gelangen.
Antargaz ist für den Hochdruckbereich verantwortlich, sowohl bei der Installation als auch bei der Wartung des Tanks. Was ist mit Hochdruck gemeint? Der Hochdruck ist der Ort, an dem das Flüssiggas gelagert wird: der Antargaz-Gastank.
Bei einer klassischen Propangasinstallation werden die Rohre zwischen dem ersten Druckregler am Gastank und dem Kasten an der Hausfassade (wo das Gas unter mittlerem Druck steht) von Antargaz verlegt. Wir lassen die Außenleitungen (oder Mitteldruckleitungen) nach der Installation ebenfalls von einer separaten Prüfstelle überprüfen.
Diese Mitteldruckleitungen gehen unmittelbar in das Eigentum des Endkunden über. Das heißt, dass der Kunde auch im Falle einer Entleerung oder Wartung in Bezug auf die am Tank (erster Druckregler) und an der Fassade (Hausanschlusskasten) installierten Rohre und Regler verantwortlich ist, wobei eine Gewährleistungsfrist von 24 Monaten ab dem Tag der Installation gilt.
Ein Privatkunde wird häufig einen Installateur kontaktieren, um eine Reparatur oder Wartung an der Außenleitung und dem ersten und zweiten Druckregler durchführen zu lassen. Dies ist zulässig, solange der Kunde auch die Kosten dafür trägt.
Nach dem zweiten Druckregler steht das Gas auf Niederdruck. Von da an ist der Installateur für die weitere Installation bei Niederdruck verantwortlich.
Diese Regel ist für eine Propangasanlage mit OPSO identisch. Der Punkt, ab dem das Gas unter Niederdruck steht, ändert sich einfach. Der kombinierte Druckregler stellt sicher, dass nicht nur der erste Druckabfall zum Mitteldruck direkt am Gastank erfolgt, sondern auch der zweite Druckabfall zum Niederdruck.
Da der Auslass des OPSO Gas bei niedrigem Druck erfolgt, ist der Installateur für die Installation des OPSO und der darauf folgenden Gasinstallation verantwortlich. Dies gilt auch für die Leitung zwischen dem Gastank und der Hausfassade bei Niederdruck (an der sich in diesem Fall kein Hausanschlusskasten befindet).
Als Faustregel gilt also immer, dass Antargaz für den Hochdruck-Gastank von Antargaz verantwortlich ist. Sie als Installateur sind immer für die von Ihnen installierten Niederdruck- und Mitteldruck-Installationsteile verantwortlich.
Nach jeder Installation einer Gasanlage muss ein gesondertes Rohrleitungszertifikat für die interne und externe Rohrleitung erstellt werden. Wenn Sie als Installateur nur das Innenrohr verlegt haben, brauchen Sie nur das Rohrleitungszertifikat für das Innenrohr zu erstellen und an den Kunden zu schicken.
Im Falle einer Gasinstallation mit der OPSO verlegen Sie als Installateur auch die externe Rohrleitung und können ein zweites Rohrleitungszertifikat für die externe Niederdruckrohrleitung oder ein Rohrleitungszertifikat für die Rohrleitung von der OPSO zum Verbrauchsgerät (oder den Verbrauchsgeräten, wenn es mehrere gibt) erstellen. Blanko- Rohrleitungszertifikate sind bei uns jederzeit verfügbar.
Es ist offensichtlich, dass diese Installationsart von vielen Kunden bevorzugt wird, da der Hausanschlusskasten an der Fassade wegfällt. Dennoch müssen einige wichtige Punkte berücksichtigt werden.
Da der kombinierte Druckregler im Niederdruckbereich direkt am Speichertank beginnt, wird es notwendig sein, mit einem größeren Rohrdurchmesser zwischen dem Tank und der Wohnung zu arbeiten. Dies kann zu Problemen bei der Durchführung der Expansionskrümmung führen. Wichtig ist auch, dass die Rohrleitung den reibungslosen Betrieb der verschiedenen Komponenten des Speichertanks (Einfüllstutzen, Sicherheitsventil, Füllstandsanzeiger, Rückschlagventil, Serviceventil usw.) nicht behindert.
Dies wirkt sich auch auf Propangasanlagen aus, in denen ein Gaswarnsystem installiert ist. Da das elektromagnetische Drosselventil nicht in der RHT-Version erhältlich ist, sollte es vorzugsweise im Hausanschlusskasten außerhalb des Hauses angebracht werden. Mit dem Wegfall dieses Schranks besteht die Möglichkeit, dass man den Elektrohahn in Höhe des Speichertanks anbringen muss. Da man hier in die Sicherheitszone des Speichertanks eintritt, gelten die ATEX-Richtlinien. Dies bedeutet, dass auch ein ATEX-Ventil verwendet werden muss.
Bei Fragen erreichen Sie uns jederzeit über E-Mail (info.be@antargaz.com) oder unter der Telefonnummer +32 2 246 00 76.
Wenn der OPSO reagiert, d.h. wenn der grüne Stift abfällt:
(1) Schließen Sie das Betriebsventil des Gastanks
(2) Lösen Sie dieSchutzkappe der OPSO
(3) Befestigen Sie die Schutzkappe am grünen Stift
(4) Ziehen Sie an der Schutzkappe, um das System zurückzusetzen
(5) Öffnen Sie das Betriebsventil des Gastanks